10. Juni 2017 - MDR 64km, Sand-Distanz (GER)

Irgendwann haben wir uns entschieden, dass auch Jana und ich einmal im Ausland starten möchten. Jana hat dann ganz früh bereits die Sanddistanz ausgewählt. Und mir hat das auch sehr zugesagt. Wir haben uns angemeldet aber leider waren schon alle Startplätze vergeben. Da wir aber die ersten auf der Warteliste waren haben wir die Hoffnung nicht verloren. Irgendwann kam dann eine E-Mail und ein Telefon, dass wir nun nachrücken können. Die Freude war besonders bei Jana gross. Bei mir überwog doch eher die Angst vor den 64km die ich bis anhin noch nie geritten hatte.

Aber nun gut Rückzug gibt es nicht mehr. Vollbepackt wie immer fuhren wir 5 am Freitagmorgen los und konnten da in aller Ruhe unser Lager einrichten. Es windete stark und so waren wir dann auch gleich sicher das unsere Zelte hielten. Die Pferde haben sich im Paddock hervorragend benommen obwohl Sissi sich schon sehr an Ihre grosse Schwester klammerte. 

Die Vorkontrolle verlief ohne Probleme und wir kamen auch noch vor dem grossen Gewitter durch. Dann war noch die ausführliche Vorbesprechung.

Am Samstagmorgen um 08.30Uhr ging es dann los auf die 64km lange Strecke. Die beiden Pferde waren von Anfang an sehr gut drauf und schon nach kurzer Zeit kam wir auf die schönen Sandwege. Schon sehr schnell machte mir der Boden Sorgen. Es hatte zwar keine Steigungen aber der Sand war teileweise richtig tief.

Bereits früh haben Jana und ich eine Ehrenrunde von ca. 4km gemacht da wir einfach die Augen nicht richtig aufgemacht haben. Die Markierung wäre nämlich sehr gut gewesen aber egal der Weg war auch da sehr schön. Von da an wussten wir, dass wir rechts links Schwächen haben und immer beide sehr gut aufpassen mussten :-)

Nach 17km kam eine Pulskontrolle unsere Pferde waren bei der Ankunft grad schon gut und wir konnten gleich weiter. Danach kam die die erste Pause. Jeanne die Arme musste alle Sachen ins Autopacken den beide Pausen waren nicht beim Start und Zielgelände. Also musste Sie ganz alleine für uns vier alle Sachen rumschleppen. Sie hat das aber wie immer mit Fassung getragen. Da wir das deutsche System nicht wirklich begriffen, mussten wir uns in den Pausen immer mal wieder durchfragen was man nun darf, muss oder soll. 

Mit der Zeit wurde es auch ganz schön heiss aber fast die gesamte Strecke war in dem wunderschönen Wald so hatten wir doch viel Schatten. 

Die Pferde liefen super weiter und schon bald darauf waren wir in der zweiten Pause beiden Pferde waren noch gut im Schuss und wir konnten mit einem guten Gefühl auf die letzte Etappe zurück ins Ziel. Die Autobahn und Zugbrücken und Unterführungen die ab und zu kamen waren für die beiden kein Thema Sie liefen einfach immer weiter und hatten vor absolut nichts Angst. 

Im Ziel konnten wir dann pulsen und zwei Stunden Später war die Nachkontrolle. Alles war in Ordnung und die Freude bei uns allen sehr gross.

Wir wussten das wir nicht schnell geritten waren, da wir doch grossen Respekt vor dem tiefen Sand hatten umso erstaunter waren wir dann, als wir uns im 4 Rang von 15klassierten Paaren einreihen konnten. 

Glücklich und zufrieden konnten wir dann am Sonntagmorgen mit top fitten Pferden wieder nach Hause fahren.

Was aber unbedingt noch gesagt werden muss ist, dass dieser Ritt der absolute HAMMER ist was die Organisation betrifft. Eine Veranstaltung die mit so viel Liebe und Herzblut durchgeführt wird sucht seines gleichen. Schon als wir ankamen war alles gekennzeichnet wo Parken wo Paddoks stellen usw.

Es hatte ein Toitoi WC aber sogar das wurde liebevoll ausgestattet. Es hatte Desinfektionsmittel und draussen eine Tank um die Hände zu waschen und :-) Ab da wussten wir hier gibt sich jemand oder mehrere ganz viel Mühe. Alle Starter bekamen mit der Startnummer eine selbst genähte Tasche mit den Informationen drin. Das Roadbook war ein geheftetes Buch bei dem der S von Sanddistanz aus mit Sand aufgeklebt war. Ich könnte jetzt Stunden weiterauflisten was sich das OK dieses Ritte alles ausgedacht hat aber am besten Ihr geht dort selbst mal hin und überzeugt euch davon. Diese Sand-Distanz ist wirklich eine Reise wert!

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